Der Graufilter im Einsatz

Gepostet am 19. Januar 2016 von Fotoschule Baur

Kreative Effekte durch Graufilter

graufilter

Fotografen haben meistens mit zu wenig Licht zu kämpfen.
Doch für einige spannende Effekte, welche am Tag eine lange Belichtungszeit erfordern, ist ein Graufilter unumgänglich.

Was ist ein Graufilter und wie setzte ich diesen gekonnt ein?

Der Graufilter, auch als Neutraldichtefilter (ND-Filter) bekannt, wird vor das Objektiv geschraubt oder gesteckt, um die Lichtmenge zu reduzieren.

Das bekannteste Beispiel für den Einsatz von Graufiltern ist die Langzeitbelichtung bei Landschafs- oder Architekturaufnahmen, um in den Wolken oder im Wasser einen Wisch- oder Fliesseffekt erzielen zu können.

Sobald man am Objektiv nicht weiter abblenden kann, und das Bild durch die lange Belichtungszeit überbelichtet wird, kann man diesen Filter einsetzen. Je nach Stärke des Filters kann man am helllichten Tag durchaus mit Belichtungszeiten im Sekundenbereich arbeiten. Der Filter ist perfekt um etwas, was in Bewegung ist, verschwinden zu lassen oder durch einen Glättungseffekt hervorzuheben. Störende Menschen vor einer Sehenswürdigkeit sind dank Filter auf dem Bild unsichtbar.

Um Verwacklungen zu vermeiden ist ein Stativ notwendig und ein Fernauslöser empfehlenswert.

Welcher Graufilter hat die richtige Stärke?

Graufilter werden entweder in Dichte (ND), in Filterfaktor (Verlängerungsfaktor) oder Blendenstufen angegeben. Auf der Umrechnungstabelle unten sind die verschiedenen Grössen im Vergleich zu sehen. Wer auch am Tag starke Effekte erzielen möchte, fährt gut mit einem relativ dichten Graufilter von 8-10 Blenden, dies entspricht einem Filterfaktor von 256-1000.

Mehr zu diesem Thema lernst Du an unserem Fotokurs für Langzeitbelichtungen, hier geht es zu den Infos.

Umrechnungstabelle ND Filter, Graufilter

 

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