Blende verstehen

Gepostet am 9. Januar 2017 von Fotoschule Baur

Die Blende verstehen, auf eine einfache Art und Weise erklärt

Basiswissen über die Blende

Blende verstehen, einfach erklärt mit einer Grafik

Um die Blende zu verstehen, beobachten wir am einfachsten unsere Pupillen. Sobald es dunkel wird, öffnen sich diese nämlich immer mehr und werden grösser, damit wir bei wenig Licht überhaupt sehen können. Wenn uns die Sonne hingegen stark blendet, verschliessen sich die Pupillen und versuchen so, die Lichtmenge zu reduzieren. Die Blende funktioniert praktisch identisch, bei wenig Licht können wir diese öffnen, bei viel Licht können wir sie schliessen.

Eine grosse Blende (tiefe Blendenzahl) erlaubt uns kürzere Belichtungszeiten. Eine kleine Blende (hohe Blendenzahl) hingegen ergibt eine längere Belichtungszeit und gibt dem Bild mehr Schärfentiefe, doch mehr dazu später. Wichtig zu wissen: Die Blendenzahl ist der Nenner eines Bruchs, daraus erklärt sich der scheinbare Widerspruch, dass eine höhere Blendenzahl eine kleinere Blendenöffnung bezeichnet.

 

 Blendenreihe – Die Blende verstehen

1     1.4     2     2.8     4     5.6     8     11     16     22     32     45

Um die Blende zu verstehen, müssen wir die Blendenreihe betrachten.
Die Blendenreihe ist so aufgebaut, dass sich die Lichtmenge bei jedem ganzen Blendenschritt halbiert oder verdoppelt. Wenn die nächste Blendenstufe einen höheren Wert hat (z.B. 5.6 -> 8), wird die Lichtmenge halbiert, wenn die nächste Blendenstufe einen kleineren Wert hat (z.B. 16 -> 11), kommt doppelt so viel Licht in unsere Kamera.

Achtung: Neben den ganzen Blendenstufen sind auch sogenannte Zwischenwerte einstellbar. Zwischen den Blenden 8 und 11 sind beispielsweise noch die Blendenwerte 9 und 10 vorhanden, hier handelt es sich um Drittelstufen.

 

Lichtstärke

Die Lichtstärke ist neben der Brennweite das wichtigste Merkmal eines Objektives. Dieser Wert (Lichtstärke) bezeichnet die grösstmögliche Blendenöffnung, welche an diesem Objektiv eingestellt werden kann. Je grösser die Blende ist (tiefste Blendenzahl), desto lichtstärker ist das Objektiv. Vorteile von einem lichtstarken Objektiv sind, dass man länger ohne Blitz fotografieren kann, die Belichtungszeiten kürzer werden und tiefere ISO-Werte möglich werden. Der grösste Nachteil an einem lichtstarken Objektiv ist der hohe Preis.

 

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