Vogelfotografie im Winter

Gepostet am 9. November 2017 von Fotoschule Baur

Tipps zur Vogelfotografie vom Biologen und Fotografen Fabian Fopp

Wenn die Tage kürzer werden, die Blätter an den Bäumen sich bunt verfärben und die Temperaturen immer tiefer sinken, schlagen die Herzen vieler Vogelfotografen höher. An einer einfach eingerichteten Winterfütterung gelingen während des Winters mit relativ wenig Aufwand etliche Fotos von heimischen Singvögeln. Auch ich habe mir letztes Jahr (nach einer mehrjährigen Pause) wieder eine Winterfütterung eingerichtet und möchte einige meiner Erfahrungen hier teilen.

Futterstelle einrichten

Als erstes sollte man sich natürlich überlegen, wo man die Fütterung einrichten möchte. Sie sollte auf keinen Fall zu weit von zu Hause respektive dem Arbeitsort entfernt sein, schliesslich ist es im tiefen Winter wichtig, dass die Vögel regelmässig gefüttert werden und die Futterstelle auch regelmässig gereinigt wird. Hat es Katzen in der Umgebung, ist auch darauf zu achten, dass es im Umkreis von einigen Metern keine Büsche oder Hecken gibt, in denen die Katzen den Vögeln auflauern können. Für ansprechende Fotos ist es zudem wichtig, dass der Hintergrund ausreichend weit entfernt ist, ansonsten wird die Freistellung beim Fotografieren schwierig. Findet man keinen geeigneten Platz, so empfiehlt es sich, einmal Parks in der Umgebung abzusuchen: Oft gibt es dort bereits eingerichtete Fütterungen.

Ich habe das Glück, dass ich einen sehr gut geeigneten Platz für eine Futterstelle direkt im Garten gefunden habe. Um die Fütterung katzensicher zu machen, ist sie erhöht und zudem eingezäunt.

Als Futter eignen sich diverse Körnermischungen für Wildvögel oder Meisenknödel. Kaum ist das Futter ausgebracht, zeigen sich auch schon die ersten Vögel!

Der richtige Moment

Die besten Fotos gibt es, wenn die Vögel sich nicht gerade am Meisenknödel festklammern, sondern wenn sie auf einem Ast sitzen. Glücklicherweise fliegen die meisten Singvögel zuerst einen Ast in der Umgebung des Futterplatzes an, um noch einmal die Lage zu überprüfen, bevor sie sich zum eigentlichen Futterplatz begeben.

Die Tarnung

Besonders in städtischen Gebieten zeigen viele Vögel nur wenig Scheu vor dem Menschen und lassen sich selbst ohne Tarnung relativ gut fotografieren. Dennoch empfehle ich sich auch in diesen Situationen zu tarnen, da die meisten Vögel sich dann deutlich ruhiger verhalten bzw. überhaupt erst an die Futterstelle kommen. Als Tarnung eignen sich diverse Kleider, Tarnüberwürfe oder Tarnzelte.

Oder man baut sich eine Tarnhütte, wie ich euch hier im Video gerne aufzeige:

Weitere Tipps

Ich biete diesen Winter zwei Fotoworkshops zum Thema „Singvögel an der Winterfütterung“ an. Dabei verrate ich viele weitere Tipps zur Einrichtung einer Futterstelle, zur Bildgestaltung und zu den richtigen Kameraeinstellungen. Zudem werden wir während einiger Stunden diverse Singvögel aus meinem selbstgebauten Tarnversteck heraus fotografieren können. Interessierte können sich hier weiter informieren:

Fotokurs Singvögel im Winter

Viel Erfolg beim Beobachten und Fotografieren wünscht dir

Fabian Fopp

Kommentar-System von Disqus