Fotografieren Lernen

Gepostet am 11. Mai 2018 von Fotoschule Baur

Fotografieren lernen – der Weg zu besseren Bildern


 
 
Mit der modernsten Technik ist Fotografieren mittlerweile fast ein Kinderspiel geworden. Vieles ist heute einfacher geworden. Da fragt man sich, ob man überhaupt noch „Fotografieren lernen“ kann – ja man kann und soll!

Es gibt viele gute Gründe wieso es sich lohnt fotografieren zu lernen und die Kamera so richtig in den Griff zu bekommen. Mit diesem Blogbeitrag wollen wir Dir ein paar hilfreiche Tipps und Inputs auf den Weg zum «Fotografieren lernen» geben.
 
 

Fotoequipment

Die Vielzahl an Fotozubehör ist verlockend, vor einem Kaufentscheid sollte man sich zuerst einige Fragen stellen:

  • Was will ich fotografieren?
  • Welches Budget habe ich?
  • Für welche Zwecke werden die Fotos gemacht?

Aus eigener Erfahrung empfehlen wir, von Anfang an auf qualitativ hochwertiges Fotoequipment zu setzen. Es ist schade, wenn sich nach ein paar Monaten «Fotografieren lernen» bereits wieder die Frage nach einer besseren Kamera stellt.
Dennoch braucht man nicht gleich zu Beginn das gesamte Fotozubehör anzuschaffen, wichtig zu wissen ist, was für Sujets man hauptsächlich fotografieren möchte und für welche Zwecke die Bilder schlussendlich verwendet werden (Fine-Art-Print, Fotobuch, Website etc.).

Unser Verkaufs-Partner für qualitativ hochwertiges Fotomaterial ist die Profot AG, bei einer Teilnahme an einem Fotokurs erhalten Sie zudem 10% Rabatt auf das gesamte Sortiment.
 
 

Fotografieren lernen

Eine tolle Kamera zu besitzen ist zwar schön, heisst jedoch noch nicht, dass man gute Fotos machen kann. Fotografieren lernen bedeutet weg von der Automatik. Nach dem Kauf der eigenen Kamera solltest Du dir mindestens die technischen Grundlagen aneignen. Die drei wichtigsten Parameter an deiner Kamera sind die Blende, Verschlusszeit und die ISO – Empfindlichkeit.
 
 

Die Blende verstehen

Blende verstehen, einfach erklärt mit einer Grafik

Um die Blende zu verstehen, beobachten wir am einfachsten unsere Pupillen. Sobald es dunkel wird, öffnen sich diese nämlich immer mehr und werden grösser, damit wir bei wenig Licht überhaupt sehen können. Wenn uns die Sonne hingegen stark blendet, verschliessen sich die Pupillen und versuchen so, die Lichtmenge zu reduzieren. Die Blende funktioniert praktisch identisch, bei wenig Licht können wir diese öffnen, bei viel Licht können wir sie schliessen.

Eine grosse Blende (tiefe Blendenzahl) erlaubt uns kürzere Belichtungszeiten. Eine kleine Blende (hohe Blendenzahl) hingegen ergibt eine längere Belichtungszeit und gibt dem Bild mehr Schärfentiefe, doch mehr dazu später. Wichtig zu wissen: Die Blendenzahl ist der Nenner eines Bruchs, daraus erklärt sich der scheinbare Widerspruch, dass eine höhere Blendenzahl eine kleinere Blendenöffnung bezeichnet.
 
Blendenreihe – Basiswissen über die Blende

1     1.4     2     2.8     4     5.6     8     11     16     22     32     45

Um die Blende zu verstehen, müssen wir die Blendenreihe betrachten.
Die Blendenreihe ist so aufgebaut, dass sich die Lichtmenge bei jedem ganzen Blendenschritt halbiert oder verdoppelt. Wenn die nächste Blendenstufe einen höheren Wert hat (z.B. 5.6 -> 8), wird die Lichtmenge halbiert, wenn die nächste Blendenstufe einen kleineren Wert hat (z.B. 16 -> 11), kommt doppelt so viel Licht in unsere Kamera.

Achtung: Neben den ganzen Blendenstufen sind auch sogenannte Zwischenwerte einstellbar. Zwischen den Blenden 8 und 11 sind beispielsweise noch die Blendenwerte 9 und 10 vorhanden, hier handelt es sich um Drittelstufen.
 
Lichtstärke

Die Lichtstärke ist neben der Brennweite das wichtigste Merkmal eines Objektives. Dieser Wert (Lichtstärke) bezeichnet die grösstmögliche Blendenöffnung, welche an diesem Objektiv eingestellt werden kann. Je grösser die Blende ist (tiefste Blendenzahl), desto lichtstärker ist das Objektiv. Vorteile von einem lichtstarken Objektiv sind, dass man länger ohne Blitz fotografieren kann, die Belichtungszeiten kürzer werden und tiefere ISO-Werte möglich werden. Der grösste Nachteil an einem lichtstarken Objektiv ist der hohe Preis.
 
 

Die Belichtungszeit / Verschlusszeit

Die Belichtungszeit ist neben der Blende der zweite wichtige Parameter in der Fotografie. Wenn gute Lichtverhältnisse vorhanden sind, können wir mit kurzen Zeiten arbeiten, bei wenig Licht müssen wir die Belichtungszeit verlän-gern und unserer Kamera mehr Zeit geben, um das wenige vorhandene Licht einzufangen.

Fotografieren lernen, Belichtungszeit einfach erklärt

Verschlusszeiten unter einer Sekunde werden als Bruch angegeben, z.B. „1/125s“ oder „1/4s“, Zeiten die länger sind, werden in Sekunden angegeben (30“ = 30 Sekunden). Je nach Technik können wir über mehrere Sekunden bis hin zu Stunden belichten.

Die Zeit ist zudem das wichtigste Mittel zur Gestaltung von dynamischen Aufnahmen. Sie bestimmt, ob das herabstürzende Wasser eines Wasserfalls eingefroren oder fliessend dargestellt wird. Sie bestimmt, ob ein Fahrradfahrer scharf oder verschwommen auf unserer Fotografie erscheint.

Bei den meisten unbewegten Motiven spielt die Zeit keine grosse Rolle, jedoch müssen wir die Belichtungszeit so einstellen, dass wir unser Bild nicht verwackeln.

 
Verwackelungsgefahr

Die Verwackelungsgefahr Verwackeln entsteht, wenn die Kamera während der Aufnahme bewegt wird. Die gebündelten Lichtstrahlen wandern auf dem Sensor während der Belich-tung herum und hinterlassen so statt klar definierter Punkte sich überlagernde Spuren.

Je grösser die Brennweite des Objektives, desto grösser wird auch die Verwackelungsgefahr. Wer also mit Teleobjektiven arbeitet, muss noch mehr aufpassen als jemand, der mit einem Weitwinkel fotografiert.

 
 

Die ISO-Empfindlichkeit

Je höher die ISO-Empfindlichkeit eingestellt wird, desto weniger Licht wird für eine Aufnahme benötigt. Die Belichtungszeit kann bei Verwendung einer höheren ISO-Zahl also kürzer gewählt werden, so kann auch bei schwierigen Lichtbedingungen ohne Blitz und Stativ fotografiert werden. In Bereichen der Sport- und Actionfotografie wird bei schlechten Lichtverhältnissen (Eishalle, Flutlicht etc.) eine Kamera benötigt, welche hohe ISO-Zahlen ohne grosses Bildrauschen zulässt. Das sogenannte Bildrauschen ist nämlich das grosse Problem, wenn wir mit einer höheren Lichtempfindlichkeit arbeiten.

Dieses Bildrauschen entsteht durch die elektronische Signalverstärkung. Je höher wir die ISO einstellen, desto schlechter wird unser Bildergebnis, doch nicht nur das Rauschen wird zum Problem, auch die Farbbrillanz und die Schärfeleistung nehmen massiv ab.Wenn immer möglich die ISO-Empfindlichkeit tief einstellen, um die beste Bildqualität zu erreichen.

 
 

RAW-Format

Damit du verlustfreie Bilder hast, ist es wichtig, dass du im RAW-Format und nicht JPEG fotografierst. Im Nachhinein in den Bearbeitungsprogrammen Lightroom und Photoshop hast du dadurch mehr Spielraum und Möglichkeiten. So macht fotografieren lernen und auch die anschliessende Bildbearbeitung Spass.

 
 

Fotografieren lernen mit dem Handbuch und Tutorials

Dank Youtube & Co. ist es heutzutage möglich, sich Anleitungen und Tutorials einer bestimmten Kamera übers Internet anzusehen. Es gibt im Internet relativ viele Informationen übers «Fotografieren Lernen», einige Beiträge sind sehr gut andere leider nicht.

Sich selber zu informieren und viele Bilder anzuschauen hilft auf jeden Fall auf dem Weg beim «Fotografieren lernen». Das Kamerahandbuch und weitere Fachbücher zu lesen, können helfen die Kameraeinstellungen und deren Zusammenhänge schneller und einfacher zu verstehen.
 
 

Fotografieren lernen – Learning by doing

Wenn man beim Fotografieren lernen, die Theorie gleich in die Praxis umsetzt und ausprobiert, wird man schneller zu besseren  Ergebnissen kommen. Der Automatikmodus ist zwar verlockend, doch sollte dieser in Zukunft vermieden werden. Stelle die Kamera gleich zu Beginn in den manuellen Modus „M“ und beginne Fotografieren zu lernen.

Am Anfang werden einige Bilder vielleicht unscharf, falsch belichtet oder weisen sonstige technische Mängel auf. Doch gib nicht auf, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Fotografieren lernen braucht Zeit und Übung.
 
 

Mit Gleichgesinnten fotografieren lernen

Fotografieren lernen kann alleine ganz schön anstrengend sein, es gibt vielleicht Punkte an denen man selber ansteht und nicht mehr weiterkommt, dann ist es gemeinsam einfacher.

Wir als Fotoschule Baur bieten zu verschiedenen fotografischen Themen lehrreiche Fotokurse an. Am zweitägigen Grundkurs helfen wir Dir beim Erlernen des Basiswissens. Ausserdem bieten wir einen spannenden Fotolehrgang für Einsteiger (12 Abende) an, dieser Fotokurs ist für alle Personen, welche vertiefter fotografieren lernen möchten.

Kostenlos veranstalten wir viermal im Jahr unseren Photo & Art Apéro, dieser dient zum Austausch unter Fotobegeisterten und Gleichgesinnten.
 
Bei Fragen darfst Du dich jederzeit bei uns melden.
Wir freuen uns, wenn wir Dir auf dem Weg beim Fotografieren lernen weiterhelfen dürfen.

Dominik Baur & Fotoschule Team

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